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Heimatkalender |
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Geldrischer Heimatkalender Seit 1977 wird der Geldrische Heimatkalender vom Historischen Verein redigiert und herausgegeben. Neben einem jährlich wechselnden Ortsporträt werden in Wort und Bild u.a. die Themenbereiche "Aktuelles aus dem Gelderland", "Von Natur und Landschaft", "Aus Geschichte und Kunst", "Archäologie, Volkskunde, Literatur und Sprache" behandelt.
Der neue Heimatkalender 20ß9 ist ab dem 9. November 208 im Handel erhältlich. Preis: 8,50 €. Redaktionsteam: Gerd Halmanns, Bernhard Keuck, Jürgen Kwiatkowski, Maria Groothusen, Johannes Stinner M.A. Inhalt Dieses Jahr ist Straelen Schwerpunkt des Kalenders. Unter dem Titel „Blumenstadt mit Badespaß und Brückenbauern" zeichnet Michael Klatt das aktuelle Porträt der Stadt mit der „grünen Couch" und ihrer rasanten Entwicklung der letzten 10 Jahre. Es folgt ein historischer Leckerbissen. Dr. Götz J. Pfeiffer, Kunstreferent der Evangelischen Kirche Kurhessen Waldeck, fand auf einer vom Kölner Erzbischof Walram von Jülich für das Kloster St. Clara zu Köln um 1340 gestifteten Glasmalerei den Straelener Wappenpfeil und den Gelderner Löwen. Sein Artikel bereichert uns nicht nur um die Ikonologie dieses Wappenbildes, sondern auch um das Porträt der Gelderner Gräfin Richardis, der Großmutter des Kölner Erzbischofs. Weitere Straelener Aspekte bieten Wilfried Färber, Claudia Kurfürst und Jürgen Kwiatkowski. Wilfried Fäber erhellt ein bisher unbekanntes Kapitel des 19. Jahrhunderts. Ein Straelener Bürgermeister ohrfeigt in seiner Amtsstube einen Notar und muss dafür mehrere Wochen ins Gefängnis. Am Beispiel dieses Ereignisses bekommen wir einen Einblick in Bürgermeisterprobleme vor 150 Jahren. Claudia Kurfürst widmet sich der Straelener Schulgeschichte, sie geht der Einführung der „Schulschwestern vom Orden Unserer Lieben Frau" zu Coesfeld nach, die ab 1862 die Bildungschancen der weiblichen Schuljugend verbessern sollten. Jürgen Kwiatkowski erinnert an Kaplan Janssen, der um 1910 das Straelener Vereinsleben maßgeblich beeinflusste und bei der Gründung des Straelener Obst- und Gemüsebauvereins half. Georg Misera, in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts Operateur am Straelener Kino, gewährt uns interessante Einblicke in die schon längst vergangene Zeit, als Straelen noch ein Kino hatte. Bernhard Keuck stellt einen „unbekannten" Leo Opheys vor. Als Mundartdichter ist er noch vielen Straelenern bekannt, er war aber auch bekennender Wanderfreund und Heimatliebhaber und schoss vor 45 Jahren eindruckstarke Farbfotos vom Gelderland. Sie werden hier erstmals vorgestellt. Hans Pierkes nimmt uns sodann mit auf eine spirituelle Fahrradtour und lässt uns an den überraschend vielfältigen Wegkreuzen und Flurkapellen rund um Straelen innehalten. In der Rubrik Aktuelles aus dem Gelderland berichtet Regina Kampmann von der Seligsprechung Mutter Josephas aus Issum im Jahre 2008, die als Gründerin der Steyler Missionsschwestern wirkte. Manuela Schmidt gibt uns einen Einblick in 33 Jahre Arbeit des Jugendrotkreuz Wachtendonk-Wankum. Es folgt die Chronik des Gelderlandes von Juni 2008 bis Mai 2009, die wieder von Roswitha Klein mit großer Sorgfalt zusammen gestellt wurde und die Bibliografie zu den Schriften des Gelderlandes, die Claudia Kurfürst, Straelener Archivarin im Kreisarchiv Geldern, erarbeitet hat. In der Rubrik Erinnerungen finden wir drei Beiträge. Heinrich Kempkes entwirft ein bisher oft umgangenes Kapitel, nämlich, welche Faszination die „Hitler-Jugend" auf die Jugend der 30er und 40er Jahre ausstrahlte, hier am Beispiel Kervenheims. Karl Mevißen lässt seine Gedanken in seine Kindheit auf dem elterlichen Willemshof in Altwetten zurückschweifen, es waren nicht nur harte Zeiten in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Rosemarie Zimmer denkt an ihre Jugendstreiche in Geldern in der dürftigen Zeit nach dem Krieg zurück. Des öfteren führten sie zu Ohrfeigen oder einer Tracht Prügel. Die Rubrik Aus Archäologie, Geschichte und Kunst hat auch diesmal wieder den größten Umfang. Sie beginnt mit Peter Lingens Kevelaerer Familiengeschichte, die zugleich eine Firmengeschichte ist. Es geht um die Dynastie der van den Wyenberghs, die nicht nur Bürgermeister stellte, sondern auch eine Großbuchbinderei zu ihrem Imperium zählte, sowie eine Paramentenwerkstatt. Dr. Michael Knieriem vervollständigt unter dem Titel „Pottbäckerfamilien in Kevenheim" seine Geschichte der Kervenheimer und Sonsbecker Pottbäckerbetriebe um die Familien Holtappel, Düngelhoff, Weierman und Knieriem. Heinz-Dieter Bonnekamp stellt uns in einem Artikel eine unbekannte Zeichnung des Geometers Johann Heinrich Mermer von 1764 vor, die 2006 in einem Nachlass von Paula Locher geborene Haerten auftauchte. Dieter Koenen stieß auf dem Stiershof in Issum auf einen Übergabevertrag von 1825, der eindrucksvoll zeigt, wie man vor 180 Jahren mit den Eltern umging. Bauer Düngen überträgt seinen Hof an seinen Sohn . Dieser muss dafür seinen Eltern das Altenteil gewähren, sie mit Wohnung, Kleidung und Nahrung versorgen und ihnen menschliche Zuwendung zuteil werden lassen. Die Eltern behalten sich außerdem ungehinderten Aufenthalt im ganzen Hause und die freie Disposition über alle ausstehenden Kapitalien vor. Nicole Sillekens entwirft in dem Artikel „Dr. Albert Brand – Kreisarzt und engagierter Bürger Gelderns" den Lebensweg des Gelderner Arztes in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sein Nachlass gelangte vor einiger Zeit ins Gelderner Kreisarchiv. Wolfgang Cortjaens nimmt uns mit nach Jerusalem. Kevelaerer Künstler aus dem Umfeld von Friedrich Stummel waren vor 100 Jahren maßgeblich an der Ausmalung und Gestaltung der katholischen Marienkirche auf dem Berg Sion, beteiligt. Mit vielen Fotos stellt er uns dieses Bauwerk vor. Josef Jennen gedenkt im Porträt Leopold Henrichs des Wachtendonker Kaplans, dessen noch heute grundlegende „Geschichte der Stadt und des Landes Wachtendonk" vor 100 Jahren erschien. Walter Dyckx breitet uns seine Walbecker Postkartensammlung aus und stellt die schönsten Karten von 1900 – 1930 vor. Heinz Bosch macht uns auf einen Jugendstil-Silberpokal neugierig, den die Stadt Geldern 1906 zum 25-jährigen Jubiläum des Männergesangvereins „Quartett 1881" stiftete. Dass wirtschaftliche Not auch feine Früchte zeitigen kann, erläutert uns Philipp Oerding anhand eines schönen Aquarells von Johann Heinrich Brey. Es zeigt eine Kapellener Straßenszene mit Blick auf die Kapellener Kirche. Jasmin Pouwels berichtet Erstaunliches aus dem Sevelen der Nachkriegszeit. Vom Munitionsengpass der 9. US-Armee 1945 in Sevelen-Vorst, der der einzige im Jahre 1945 gewesen sein soll, ist da ebenso die Rede wie von einem „lustigen Arrestlokal" oder betrügerischen Belgiern. Derselben Zeit widmet sich der ehemalige Kreisarchivar Andreas Berger. Er kommt über die Arbeit der Kreisverwaltung am Ende des Krieges zu dem Ergebnis, dass es ein Jahr Null nicht gegeben habe, dass vielmehr die Verwaltung fast nahtlos weiterging im März und April 1945. Dr. Stefan Frankewitz zeichnet den Werdegang des Projekts einer Gelderner Stadtpromenade auf dem ehemaligen Festungsgürtel nach, der ab 1946 geplant und in Teilen errichtet wurde, aber wegen Widerstands von Privatleuten keine Vervollständigung erlangte. Gerd Halmanns schließt diese Rubrik mit einem Fotospaziergang durch Weeze ab. Die aufschlussreichen Fotos schoss niemand anderes, als der Weezer Bürgermeister Wilhelm Heitmeyer in dem Jahrzehnt zwischen 1945 -55. Georg Cornelissen bringt uns in der Rubrik Volkskunde und Sprache in einem Artikel den Gebrauch der Silbe eu in der niederrheinischen Sprache nahe und zeigt die Varianten auf. Bis ins 15. Jahrhundert verfolgt Theo Mäschig die Verehrung des heiligen Hubertus in Schaephuysen zurück. Einen Höhepunkt erfuhr sie im 18. Jahrhundert, doch lebt sie bis heute fort. Manfred Kehrbusch lässt uns anhand einer gedruckten Speisefolge und einer Hochzeitszeitung an einer Bauernhochzeit in Wankum- Harzbeck 1921 teilnehmen. Alois van Doornick, Gerd Wagner, Liss Steeger, Maria Diedenhofen und Gerhard Hanenberg heitern uns mit Gedichten und Anekdoten auf, die über den ganzen Kalender verteilt sind. Einige Restposten alter Heimatkalender der Jahrgänge 78, 79, 82, 84, 86, 87, 91 und 92 sind noch vorhanden und können für 4,00 € zzgl. Versandkosten bestellt werden. Die Kalender der Jahrgänge 2000, 2002, 2004 und 2005 sind ebenfalls noch vorrätig und können für 8,20 € bestellt werden. |
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