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SEPTEMBER
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Am
Montag, dem 19. September
2011, wird Herr Dr. Eckart Lefringhausen das
Thema: „Ursachen des Aufstiegs und Niedergangs des
deutschen Kaisertums im Mittelalter“ behandeln.
Thema
dieses Vortrags ist die Forschung nach den Ursachen der abendländischen
Vorrangstellung der deutschen Könige aus dem sächsischen und
salischen Hause im frühen Mittelalter, die in der Kaiserkrönung
Ottos I. und seiner Nachfolger gipfelte. Danach wird der Frage
nachgegangen, warum unter dem Canossa-Gänger Heinrich IV. der jähe
Absturz erfolgte. Auch der Glanz, den die staufischen Herrscher
verbreiteten, konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das
Kaisertum in eine Verteidigungsposition gedrängt worden war,
die schließlich mit einem starken Machtverlust endete. In einem
Überblick wird dann die vergleichsweise Darstellung der gegenläufigen
Entwicklung des französischen Königtums im Mittelalter
eingeschoben. Anschließend wird in Kürze die Entwicklung des
Kaisertums bis zu dessen Ende im Jahre 1806 verfolgt. Hierbei
wird sich zeigen, dass trotz aller Reformversuche auf
Reichsebene eine weitere Schwächung der kaiserlichen Gewalt
durch das Erstarken der Reichsstände nicht vermieden werden
konnte.
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OKTOBER
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Montag,
dem 10. Oktober 2011, wird Frau Dr. Marion Brüggler über
das Thema: „Eine nicht ganz römische Siedlung im
Hinterland der Colonia Ulpa Traiana (Xanten)“ sprechen.
Langjährige
Forschungen zeigen, wie die städtische Bevölkerung in der
Colonia Ulpia Traiana in römischer Zeit gelebt hat. Man führte
einen urbanen Lebensstil, genoss die Annehmlichkeiten römischer
Zivilisation wie öffentliche Thermen und Amphitheater,
importierte Lebensmittel wie Wein, Olivenöl und Südfrüchte
und war umgeben von aus Stein errichteten, öffentlichen Bauten.
Wie
jedoch sah es im Hinterland aus, in den ländlichen Gegenden des
unteren Niederrheins? Durch die neuen Grabungen des LVR-Amtes für
Bodendenkmalpflege im Rheinland konnte jetzt mit Weeze-Vorselaer
erstmals eine römerzeitliche, ländliche Siedlung großflächig
untersucht werden. Die Siedlung ist stark einheimischen
Traditionen verhaftet. Die Lebensweise der Bewohner unterschied
sich deutlich vom römischen Leben in der nur 15 km entfernten
Stadt.
Dieser
Vortrag findet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Weezer
Heimatgeschichte statt. Er
beginnt um 19.00 Uhr an der Alten Schmiede (Wasserstr.) in Weeze.
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NOVEMBER
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Der
dritte Vortrag am Montag, dem 7 November 2011, von
Herrn Heinz
Bosch hat das Thema: „Ein Blick in die Vergangenheit -
Altgelderner Familien und ihr Einfluss auf die wirtschaftliche
und politische Entwicklung der Stadt“
Die
gehobene Bürgerschaft der damaligen Kreisstadt Geldern bildete
das wesentliche Fundament des städtischen Lebens. Ihr Einfluss
war bedingt durch das Dreiklassenrecht, das die kapitalstarken
Familien gegenüber ihren Mitbürgern erheblich bevorzugte. Zu
der einflussreichen Klasse zählten die wenigen Industriellen,
die reichen Kaufleute und Handwerker sowie die Ärzte und höheren
Beamten. Vielfach waren die reichen Familien auch
verwandtschaftlich verbunden, wodurch ihre Position in der Stadt
noch gestärkt wurde. Als gesellschaftlicher Mittelpunkt
funktionierten der Schützenverein Eintracht und die
Friedrich-Wilhelm-Gesellschaft. Viele der damaligen Familien
sind heute ausgestorben. Manche Grabstellen auf dem hiesigen
Friedhof erinnern an sie.
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DEZEMBER
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Am Montag,
dem 5. Dezember 2011, spricht Herr
Prof. Dr. Helmut Tervooren zu dem Thema: „Die
Parabel von den "Drei lebenden und den drei toten Königen."
Ein europäischer Schlüsseltext des frühen 15. Jahrhunderts
aus Geldern“
Der
Text, über den ich sprechen will, ist im Mittelalter in vielen
Sprachen überliefert, auf heutigen deutschen Boden allerdings
nur in einer Kölner und in einer "niederländischen"
Fassung. Letztere stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus Geldern
und ist erst seit wenigen Wochen in einer modernen Ausgabe
zugänglich. Ich möchte diese Parabel zunächst erzählen
und dazu einige Bilder aus dem Mittelalter zeigen, welche
die Kernszene illustrieren. Weiter möchte ich begründen, warum
man annimmt, dass der Text gerade in Geldern
geschrieben wurde. Und natürlich möchte ich kurz
zusammenstellen, in welchen europäischen Sprachen der Text auch
erzählt wurde.
Der
Vortragsabend findet statt im Rahmen des Partnerschaftsabkommens
zwischen dem Historischen Verein, der Stadt Geldern und der
Universität Duisburg-Essen
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