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Der Archäologische
Arbeitskreis macht einen großen Schritt in die Zukunft
Die Mitglieder des Archäologischen Arbeitskreises im Historischen
Verein für Geldern und Umgegend e.V. (AAK) freuen sich über einen
großen Schritt in die Zukunft. Seit langer Zeit bemühten sich die
Arbeitskreismitglieder die großen Datenmengen, den Archivbestand
( Fundstücke, Ausstellungsexponate, Bilder, Buch- und
Kartenmaterialien), die Arbeitsdokumentationen, den Datenaustausch, die
Projekterkenntnisse sowie die Internetrecherchen rationell und möglichst
verzögerungsfrei zu verwalten. Hierzu wurden dringend ein
leistungsstarkes Notebook mit der notwendigen Software sowie spezielle
Software zur Texterkennung, ein Drucker und diverse Speichermedien
benötigt.
Nachdem die Bedürfnisse geklärt waren wurde ein Geldgeber gesucht.
Der Historische Verein gab einen Startbetrag, die Sparkasse Krefeld
unterstützte das notwendige Beschaffungsvorhaben finanziell sehr
großzügig. Die Gelderner Firma ATTW lieferte nicht nur das Notebook, den
Drucker und diverse
Zubehörteile. Sie
installierte auch die notwendige Software und finanzierte den Restbetrag.
Damit hat der Archäologische Arbeitskreis die lange benötigte
Ausstattung zum effektiven und zukunftsorientierten Arbeiten bekommen.
Die AAK-Mitglieder möchten sich für die großzügige Unterstützung
bei den Vertretern der Sparkasse Krefeld den Herren Buddenbrock und
Janssen sowie bei Herrn Tim Wieggers von der Firma ATTW aus Geldern
bedanken.

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Gerd Halmanns, Vorsitzender des Historischen Vereins für Geldern und
Umgegend e.V. und Klaus Oerschkes der Ansprechpartner für den Archäologischen
Arbeitskreis (AAK) freuen sich über die beschafften Einzelteile.
„Unsere Besten“ im Fach Geschichte
Gelderland. Zehn Abiturienten mit herausragenden
Leistungen im Fach Geschichte wurden mit einem Preis des „Historischen
Vereins für Geldern und Umgegend“ ausgezeichnet.
Im Rahmen der schulischen Abschlussfeiern erhielten
sie je ein Buchpräsent von der geldrischen Geschichtsvereinigung.
Preisträger 2010 sind:
Adrian Maser und Jasmin Pouwels
(Lise-Meitner-Gymnasium Geldern); Theresa Schmitz und Steffen Giesen (Friedrich-Spee-Gaymnasium
Geldern); Stefan Wans und Cem Gülten (Berufskolleg des Kreises Kleve in
Geldern); Markus Engbroks und Maria Dziobek (Liebfrauenschule /
Berufskolleg); Nicole Pasch und Alexander Rosengarten (Gymnasium Straelen).
Herzlichen Glückwunsch!
Tekath-Förderpreis 2010 doppelt vergeben
Zwei junge Wissenschaftler aus der Region erhalten am Freitag, dem 19. März 2010,
den „Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis zur Erforschung von Geschichte und Kultur der
Niederrheinlande“: Für ihre Magisterarbeit „Die Amsterdamer Monstranz in der St.
Nicolaikirche in Kalkar“ wird die Kunsthistorikerin Marina Cremer aus Sonsbeck-Hamb
ausgezeichnet. Als weiteren gleichberechtigten Preisträger ehrt der Historische Verein für
Geldern und Umgegend den Historiker Manuel Hagemann aus Kranenburg für seine Studie
„Johann von Kleve. Der Erwerb der Grafschaft Kleve 1347“.
Die feierliche Preisübergabe mit den Festvorträgen der beiden Nachwuchswissenschaftler
beginnt um 18 Uhr im BürgerForum der Stadt Geldern (Issumer Tor). Gäste sind herzlich
willkommen! Der Historische Verein bittet jedoch um vorherige Anmeldung in seiner
Geschäftsstelle im Kreisarchiv (02831-391 814).
Namensträger des Preises, der 2010 zum dritten Mal vergeben wird, ist der 2004 verstorbene
langjährige Archivar des Kreises Kleve Karl-Heinz Tekath.
Ein Goldschmiedewerk erzählt Geschichte

Dass für die diesjährige Preisverleihung des Tekath-Preises nicht nur historische Beiträge
eingereicht wurden, hat die fünfköpfige Jury mit Freude zur Kenntnis genommen. Es
entspricht der Absicht, nicht nur historische Untersuchungen, sondern auch archäologische,
kunsthistorische, sprachwissen- schaftliche oder geographische Arbeiten zu fördern.
Im Mittelpunkt der von Marina Cremer an der Universität Köln vorgelegten Magisterarbeit
steht ein Kunstobjekt, das um 1575 auf abenteuerlichem Wege von Amsterdam an den
Niederrhein gelangt ist. Die Autorin hat nicht nur eine umfassende kunsthistorische Deutung
der Monstranz vorgelegt, sondern auch die Geschichte einer Amsterdamer Patrizierfamilie
erzählt, die in den Wirren der Reformationszeit am Niederrhein Zuflucht fand. Gerade dieser
grenzüberschreitende Aspekt der Arbeit von Marina Cremer entspricht den Intentionen des
Preises in besonderem Maße.
Kleve in der Krise

Manuel Hagemann hat in seiner an der Universität Bonn vorgelegten Magisterarbeit Person
und Politik des 1368 verstorbenen klevischen Grafen Johann erstmals umfassend behandelt.
Methodisch überzeugend, so betont die Jury, geht er den territorial-, verfassungs-und
verwaltungsgeschichtlich bedeutsamen Aspekten der Herrschaft des Grafen nach und widmet
sich ausführlich der Rolle der 16 klevischen Städte, des zunehmend an der
Verwaltungsorganisation beteiligten Adels und einer allgemeinen Professionalisierung des
Regierungssystems. Gerade in dieser Hinsicht sind von der zur Zeit entstehenden Dissertation
Hagemanns wichtige neue Erkenntnisse zu erwarten.
Der Historische Verein hat als regionale Geschichtsvereinigung ein großes Interesse daran,
dass die Erforschung der niederrheinländischen Kultur ständig neue Impulse erhält. Von
beiden Preisträgern, davon ist die Jury überzeugt, werde man in Zukunft noch viel hören und
lesen. Der mit insgesamt 2500 € dotierte „Förder“-Preis soll dabei nicht nur finanziell helfen.
Buchvorstellung: Gerard VENNER: Romantik an Maas und
Rhein
Das Buch
Pünktlich zur Jahreshauptversammlung des „Historischen Vereins für
Geldern und Umgegend" stellt der Historische Verein seine neue
Publikation vor, die an die Mitglieder als Jahresgabe ausgegeben wird und
auch im Buchhandel erhältlich ist.
Nicht nur vom Gewicht und seinem repräsentativen Format her stellt der
Band etwas Besonderes dar, sondern auch wegen seines Inhaltes. Vorgestellt
wird ein weitgehend unbekannter Zeichner, der in der bildarmen Zeit vor
der Fotografie vor 180 Jahren im Gelderland und an Maas und Rhein
gezeichnet hat.
Gerard VENNER: Romantik an Maas und Rhein.
Zeichnungen von Alexander Frans VAN AEFFERDEN (Venlo 1767 – Roermond
1840)
und dessen Sohn Joseph VAN AEFFERDEN (Roermond 1815 – Lüttich 1837).
De Maas en Rijnregio’s gedurende de Romatiek. Tekeningen van Alexander
Frans Van AEFFERDEN (Venlo 1767 – Roermond 1840) en van zijn zoon Joseph
van AEFFERDEN (Roermond 1815 – Luik 1837)
Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend
unter Mitarbeit des Regionaal Historisch Centrum Limburg in Maastricht
107.
Publicaties van de Historische Verein für Geldern en Umgegend 107. Met
medewerking van het Regionaal Historisch Centrum Limburg te Maastricht.
Geldern 2009, 237 S., 162 Abb., die meisten farbig. Preis im Buchhandel
29,80 €.


Alexander Frans van Aefferden wurde 1767 in Venlo geboren, lebte in
Roermond und zeichnete bis zu seinem Tode 1840. Dass seine Bilder
unbekannt blieben, liegt paradoxerweise daran, dass er vermögend war und
nicht vom Verkauf seiner Bilder leben musste. Er überließ sie meist den
Besitzern der dargestellten Objekte, den Hausherren der Schlösser und
Burgen an Niers, Maas und Rhein. So kamen sie nie in den Handel und die
Kunstwelt erfuhr vom Talent „van Aefferden" nichts. Zu den
dargestellten Motiven gehören Haus Golten, Haus Caen mit der Wasser- und
der Walkmühle, Haus Coull, Haus Beerenbroeck, Brauershof,
Kleinderhorsthof und eine panoramaartige Ansicht der Stadt Geldern, aus
der ein Ausschnitt den Einband schmückt.
Da die Epoche, in der van Aefferden lebte, ein Faible für die Romantik
der Natur hatte, sind viele Park-, Fluss- und Landschaftsansichten zu
finden. Die Technik der Bilder ist aquarellierte oder lavierte
Federzeichnung und Bleistiftzeichnung.
Außerhalb des Gelderlandes hat van Aefferden viele Motive in und um
Roermond und an der Maas gefunden wie z. B. die Ruine zu Montfort oder die
Kasteele Nieuwenbroeck in Beesel und Hillenraedt in Swalmen. Einer
Zeitmode entsprechend hat er zudem Rhein und Neckar bereist und schöne
Ansichten z.B. von Heidelberg, Weissenthurm oder vom Rheinfall bei
Schaffhausen geschaffen. Aufgenommen in den Band wurde ebenfalls das
Reisebuch Joseph van Aefferdens, des Sohnes von Alexander Frans van
Aefferden. Er machte mit zwei Freunden 1835 eine Reise an Maas, Mosel und
Rhein, führte Tagebuch und fügte seinem Journal 17 Zeichnungen bei, die
im Buch zu finden sind.
Der Autor
Gerard Venner ist Archivar des Regionaal Historisch Centrum Limburg in
Maastricht. Er ist als Verfasser vieler landesgeschichtlicher
Publikationen in Erscheinung getreten und einer der besten Kenner der
geldrischen und maasländischen Geschichte. Er hat durch intensive
Forschungen in den Archiven, Bibliotheken und Museen dieses Raumes und
durch seine umfassende Kenntnis der Adelshäuser das weit versprengte
Oeuvre van Aefferdens erfasst und in dem Buch wissenschaftlich
beschrieben. Da das Thema grenzenüberschreitend ist, ist der Band
zweisprachig deutsch und niederländisch. Mit seinen vielen farbigen
Abbildungen und seinem Großformat ist der Band sehr gut geeignet als
Geschnek.
Dank
Heinz Bosch ist das Buch gewidmet als Ehrung für sein Lebenswerk, aber
auch, weil er mit großem Engagement Burggraf Albert van Aefferden in
Irland bewegen konnte, die Sammlung der Familie an den Niederrhein zu
geben. Da sich ein 70 Blatt umfassendes Skizzenbuch darunter befindet,
wäre das Buch ohne die Sammlung unvollständig geblieben.

Zu danken ist auch dem Niederrheinischen Museum für Volkskunde und
Kulturgeschichte e.V. in Kevelaer und seinem Leiter Dr. Burkhard Schwering
für die großzügige Kooperation bei der Ausleihe von Exponaten der im
Museum Kevelaer befindlichen van Aefferden-Sammlung. Gerd Koppers betreute
den Druck bei der Firma B.O.S.S. und war Transmissionsriemen zwischen
Autor, Leihgebern und der Druckerei.
Zu danken ist schließlich dem Förderkreis „För Land en
Lüj"e.V., da er einen namhaften Zuschuss beisteuerte.
Hohe Auszeichnung für Prof. Helmut Tervooren
Preisgekröntes Werk erschien 2005 beim Historischen Verein für Geldern
und Umgegend
Gent/Geldern. Alle fünf Jahre vergibt die belgische Königliche Akademie
für niederländische Sprache und Literatur einen Preis für die
Erforschung älterer niederländischer Sprache, Literatur und Kultur. Die
Auszeichnung für den Zeitraum 2004 bis 2008 geht an Professor Helmut
Tervooren (Universität Duisburg-Essen). Der im niederrheinischen Issum
aufgewachsene Sprach- und Literaturwissenschaftler wird geehrt für sein
Buch „Van der Masen tot den Rijn. Ein Handbuch zur Geschichte der
mittelalterlichen volkssprachlichen Literatur im Raum von Rhein und
Maas“. Es ist 2005 in der Reihe der „Veröffentlichungen des
Historischen Vereins für Geldern und Umgegend“ erschienen. Die
feierliche Preisverleihung erfolgt am 21. Oktober 2009 in Gent bei der „Koninklijke
Academie voor Nederlandse Taal- en Letterkunde“.
Die Jury
bezeichnet Tervoorens Werk in ihrer Begründung als eine
„Pionierarbeit“: Er habe zum ersten Mal die große
literaturgeschichtliche Bedeutung eines heute über drei Staaten
aufgeteilten Gebietes sichtbar und nachvollziehbar gemacht. Sein Buch sei
aus der Überzeugung erwachsen, dass die mittelalterliche Literatur
zwischen Rhein und Maas als eine zusammenhängende regionale Erscheinung
aufgefasst und untersucht werden müsse. Grenzüberschreitend habe er
dabei die Forschungsergebnisse von Germanistik und Niederlandistik füreinander
nutzbar gemacht.
Das vollständige
Juryvotum ist abrufbar unter: http://www.kantl.be/doc/jury2009.pdf
Helmut
TERVOOREN unter Mitarbeit von Carola KIRSCHNER und Johannes SPICKER: Van
der Masen tot op den Rijn. Ein Handbuch der mittelalterlichen
volkssprachlichen Literatur im Raum von Rhein und Maas (=Veröffentlichungen
des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend 105), Geldern 2005
[ISBN 3-021760-41-0].
Barbara Hendricks auf Wahlkampftour
im Haus Lawaczeck



Buchvorstellung: Weeze und der Raum
an Niers und Kendel im Mittelalter
Der inzwischen verstorbene ehemalige Kreisarchivar Karl-Heinz Tekath
hatte der Gemeinde vor Jahren geraten, ein wissenschaftliches Kolloquium
zu veranstalten, an dem der Historische Verein für Geldern und Umgegend
sowie die grenzüberschreitend tätige Niederrhein Akademie mitwirken
sollten. Das geschah im November 2005. An der Tagung mit dem Titel
"Weeze und der Raum an Niers und Kendel" nahmen damals
Professoren mehrerer Universitäten, Wissenschaftler von Ämtern und Behörden,
Archivare aus der Region sowie als lokale Kapazität Bernd Kibilka, Rektor
der St. Hubertus Grundschule, teil.
Die Referatsbeiträge, die in Band 3 der Schriftenreihe "Weezer
Archiv" zusammengefasst sind, können Interessierte ab sofort für
zehn Euro im Kreisarchiv in Geldern erwerben. Das Buch ist fest gebunden,
bebildert und in einer Auflage von 600 Exemplaren herausgekommen.
Bilder
von der Buchvorstellung:




Fotos: Khalid Rashid
Buchvorstellung: "Vorträge
zum Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis 2008"
Mit dem
Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis, der an den 2004 verstorbenen Bibliothekar
des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend erinnert, werden alle
zwei Jahre junge, engagierte, fachlich hervorragende Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler ausgezeichnet, die sich im Bereich der regionalen
Geschichte hervorgetan haben. Dazu gehören die Geschichte des unteren
Niederrheins, die Geschichte der deutsch-niederländischen Beziehungen in
der Region, insbesondere im Hinblick auf die Geschichte und Kultur des
Gelderlandes seit den Zeiten von Grafschaft und Herzogtum Geldern bis
heute und die Geschichte des ehemaligen Kreises Geldern seit 1815. Die
Arbeit des Preisträgers oder der Preisträgerin soll im Sinne Karl-Heinz
Tekaths die Wurzeln der regionalen Kultur und ihre Bedeutung für die
Gegenwart erhellen.
Im Jahr 2008 wurde Tim
Terhorst aus Emmerich für seine an der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster erstellte Magisterarbeit „Leben zwischen zwei Grenzen. Elten
unter niederländischer Auftragsverwaltung 1949-1963“ ausgezeichnet. Die
Arbeit behandelt in anschaulicher und kritischer Weise ein Thema der
Zeitgeschichte und beschränkt sich dabei nicht nur auf die
Lokalgeschichte Eltens. Vielmehr bettet Terhorst die Fragestellung in
einen größeren Zusammenhang ein und nimmt dabei auch das Problem der
nationalen Identität in den Blick.
Der von Tim Terhorst aus
Anlass der Preisverleihung gehaltenen Vortrag und die von Guillaume van
Gemert gehaltenen Laudatio, die den Umgang mit der eigenen Vergangenheit
auf niederländischer und deutscher Seite beleuchtet, sind auf so großes
Interesse und Begeisterung nicht nur des anwesenden Publikums gestoßen.
Spontan fanden sich auch Sponsoren für eine Veröffentlichung schon am
Tag der Veranstaltung. Mit der Veröffentlichung der Vorträge zum
Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis 2008 will der Historische Verein eine Reihe
begründen, in der auch die Vorträge der zukünftigen Preisträgerinnen
und Preisträger dauerhaft präsent bleiben, da es sich nicht nur um
wissenschaftlich relevante, sondern auch um gut lesbare Darstellung
handelt. Darüber hinaus soll diese Reihe den Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis
einem breiteren Publikum bekannt machen und so dazu beitragen, dass sich
der Preis weiter etabliert.

Diese Publikation wird
als zweite Jahresgabe an die Mitglieder des Historischen Vereins gegeben.
Sie erscheint gleichzeitig als Beitrag für den Emmericher
Geschichtsverein. Ab Montag, 24.11.2008 ist die Veröffentlichung für
2,50 € über den Historischen Verein oder den Buchhandel erhältlich.

Das Buch wird der Presse vorgestellt. (Bild:
Büschkes)
Emilie und Hans Stratmans-Stiftung beim Historischen
Verein
Gelderland. In enger Verbindung mit dem Historischen Verein für
Geldern und Umgegend haben Emilie und Hans Stratmans eine umfangreiche und
großzügige Stiftung ins Leben gerufen, die ihr Lebenswerk auch für
spätere Generationen sichern soll.

(Foto:Herbert van Stephoudt)
Hauptziel der gemeinnützigen Stiftung ist, eine „Forschungs- und
Begegnungsstätte" für geldrische Geschichte zu errichten. Zu den
weiteren Stiftungszwecken gehören die Förderung historischer Forschung,
Denkmalschutz und die Pflege des regionalen Heimatgedankens.
Gedacht ist an die Durchführung von Tagungen, Seminaren, Ausstellungen
und grenzüberscheitenden Projekten zur geldrischen Geschichte.
Umfangreiche Bestände an Literatur, historischen Dokumenten, Münzen,
Waffen, Porzellan etc. sind in die Stiftung eingebracht und werden unter
Federführung des Historischen Vereins registriert und ausgewertet. Neben
den historischen Sammlungen ist die Stiftung mit einem beträchtlichen
Anfangsvermögen ausgestattet, das nach dem Willen von Emilie und Hans
Stratmans vom Historischen Verein treuhänderisch verwaltet wird. Darüber
hinaus haben die Stifter verfügt, dass nach deren Ableben der gesamte
private Grundbesitz der Stiftung zufällt.
In das geschäftsführende Kuratorium der neuen Stiftung wurden von den
Stiftern Heinz Bosch, Gerd Koppers und Gerd Halmanns berufen.
Der Stiftungsrat besteht aus dem Gelderner Bürgermeister Ulrich
Janssen, dem Archivar des Kreises Kleve Dr. Andreas Berger sowie den
Herren Heinz-Dieter Bonnekamp, Dr. Bernd Stibi, Raimund Joachimsthaler,
Heinz-Josef Freitag.
Sitz der Stiftung ist zurzeit noch die Geschäftsstelle des
Historischen Vereins (Boeckelter Weg 2, Geldern).
Zusammenarbeit
zwischen Kreis und Historischen Verein für Geldern und Umgegend erhält
Vertragsgrundlage

Kreis Kleve - Das Kreisarchiv des Kreises Kleve arbeitet seit 1975 eng
mit dem Historischen Verein für
Geldern und Umgegend zusammen. Schon bei der Gründung
des
Archivs im Jahre 1969 (damals noch Kreisarchiv Geldern) bildeten die
kunst- und kulturhistorisch wertvollen Sammlungen des Historischen Vereins
tatsächlich einen wichtigen Grundstock für das Archiv.
Die Zusammenarbeit des Kreisarchivs mit dem Verein war und ist auf
vielen Gebieten
sehr eng, da sich die Betätigungsgebiete und Ziele an vielen Stellen überschneiden:
- Die Bibliothek des
Kreisarchivs und des Vereins bilden eine Einheit. Bei der Anschaffung von
Büchern werden Absprachen getroffen, sodass sich die
Sammlungsschwerpunkte ergänzen. Die Bibliotheksbestände sind in einem
Katalog verzeichnet. Nur so war es möglich, eine der vollständigsten
Bibliotheken zur
Geschichte des Niederrheins mit wertvollen Altbeständen und aktueller
Literatur weiter auszubauen.
- Die Sammlungen des
Vereins ergänzen die des Kreises und umgekehrt. Beide zusammen bedeuten
wiederum eine wichtige Ergänzung zur amtlichen
Aktenüberlieferung. So ist es möglich auch die Sammlungen des Vereins
durch Fachpersonal betreuen zu lassen und der Öffentlichkeit zugänglich
zu machen.
- Seit der Gründung des
Archivs, ist dieses auch immer Anlaufstelle für Mitglieder
des Vereins und Interessierte.
Für Landrat Wolfgang Spreen sind dies alles wichtige und gute Gründe,
diese enge Zusammenarbeit schriftlich zu dokumentieren. Spreen: „Es war
an der Zeit , durch
eine schriftliche Vereinbarung die fast 40-jährige Zusammenarbeit auf
ein gesundes Fundament zu stellen und Rechtssicherheit für beide Seiten
zu schaffen. So ist z.B.
die Klärung der Eigentumsverhältnisse an Sammlungen wichtig für eine
Bilanzierung
im Rahmen des Neuen Kommunalen Finazmanagements (NKF). Gleichzeitig
setzen
wir die Kooperation fort, die in den letzten Jahrzehnten für beide
Seiten und die Bürger,
die sowohl die Bibliothek
wie auch die Archivbestände genutzt haben, große Vorteile gebracht
hat“, erläutert der Landrat.
Kernpunkte der Vereinbarung sind:
- Die Bibliothek des
Kreisarchivs und des Vereins (über 25000 Bände) werden zusammen durch
Fachpersonal des Kreises geführt und der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht. Der Verein und der Kreis ergänzen diese weiterhin in enger
Kooperation.
- Die archivischen
Sammlungen des Vereins werden in den Magazinen des
Archivs fachgerecht gelagert und der Öffentlichkeit für die Nutzung
zugänglich
gemacht. Zurzeit arbeitet ein Arbeitskreis des Vereins unter Leitung des
Kreisarchivars
an der Erschließung dieser Sammlungen, um Findmittel für eine
einfachere Benutzung
zur Verfügung zu stellen.
Der Verein betreibt weiterhin seine Geschäftsstelle im Lesesaal des
Kreisarchivs
während der Archivöffnungszeiten.



Historischer Verein begrüßt 1500. Mitglied
Gelderland. Elisabeth Tholen aus Kempen ist dem Historischen Verein
für Geldern und Umgegend als 1500. Mitglied beigetreten. Im Haus
Lawaczeck, Museum und Begegnungsstätte des geldrischen Geschichtsvereins,
empfing sie am Sonntag, dem 2. September 2007, die Glückwünsche des
Vorsitzenden, Blumen, das Hörspiel „Von Herzögen, Wundern und
Soldaten" und ein Buchgeschenk.

Der Verein, der seit 1851 zur Kulturszene des Niederrheins gehört, hat
mit der überschrittenen Schwelle von 1500 Mitgliedern nun ein neues
Rekordergebnis erreicht. Da Hunderte von Familienmitgliedschaften jeweils
nur einfach berechnet werden, liegt die tatsächliche Zahl der
organisierten Geschichtsfreunde allerdings weit über 2000.
Geschichte
an Quellen erforschen
„Arbeitskreis Archiv“ im Historischen
Verein
Der Historische Verein für Geldern und Umgegend besitzt eine Vielzahl an
unterschiedlichsten Archivalien, von mittelalterlichen Urkunden und
Siegeln über zeitgeschichtliche Sammlungen und Fotos bis zu Nachlässen,
die im Kreisarchiv lagern. Nur geringe Teile dieser Schätze sind
erschlossen und nutzbar. Große Teile sind ungeordnet und bergen
sicherlich noch einige Überraschungen in sich. Es ist eine interessante
und anspruchsvolle historische Grundlagenarbeit, diese Bestände so zu
ordnen und zu erschließen, dass sie nutzbar werden. Das Endprodukt dieser
Arbeit sollen Findmittel (Buch und Datenbank), ein Gesamtinventar der
Archivalien des Historischen Vereins, das dann publiziert wird, und evtl.
eine Ausstellung der Ergebnisse sein.
Da diese Arbeit nicht von
einer Person geleistet werden kann, soll eine entsprechende Arbeitsgruppe
gebildet werden. In diesem Rahmen sollen gemeinsam die entsprechenden
archivischen (Prinzipien der Ordnung, Verzeichnung und Bestandserhaltung)
und hilfswissenschaftlichen (z.B. Lesen alter Schriften) Grundlagen
erlernt oder vertieft werden, wobei gleichzeitig die Bestände bearbeitet
werden.
Der Verein hat sich vor
mehr als 150 Jahren gegründet, um die Geschichte an ihren Quellen zu
erforschen. Es gilt heute dort anzuknüpfen, um die Erforschung der
Quellen, die Eigentum des Vereins sind, möglich zu machen. Gesucht werden
historisch Interessierte, die Spaß daran haben, ihr Wissen zu erweitern
und das Arbeiten im Archiv kennen zu lernen. Auch junge Menschen (Schüler/innen
und Studierende) sind herzlich willkommen!
Interessierte können sich
an Andreas Berger (andreas.berger@kreis-kleve,
0 28 31/ 391-811) wenden
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