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Pressemitteilungen


 

Deutsch-niederländisches Kolloquium

Königtum und Adel in Niederlothringen (10. – 12. Jahrhundert)

23. bis 24. Februar 2012

Information

 

„Stolpersteine für Geldern"

HV-Mitglied Bernd Bianchi hat es angeregt; der Stadtrat hat zugestimmt, wir vom HV unterstützen die Aktion: Am 15. Dezember 2011 wurden die ersten „Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig in Geldern verlegt. Sie sind ein Zeichen gegen das Vergessen. Sie erinnern an jüdische und andere Opfer des Nationalsozialismus.

Der HV hat die Patenschaft für den Stein übernommen, der an Jeanette Passmann (Harttor 24) erinnert, die im KZ Natzweiler nach grausamen medizinischen Experimenten ermordet worden ist. Die Aktion wird 2012 fortgesetzt. Näheres: www.stolpersteine-fuer-geldern.de

 

Neue Veröffentlichung des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend

Nicolas Peter Schreiber:
Vom Arbeiter zum Reichsminister: Johann Giesberts (1865-1938)

Das Buch

Pünktlich zu Weihnachten stellt der „Historische Verein für Geldern und Umgegend“ seine neue Publikation vor, die an die Mitglieder als Jahresgabe ausgegeben wird und auch im Buchhandel zu erhalten ist. Es ist mit 482 Seiten ein gewichtiger Band über das politische Naturtalent Johann Giesberts.

1865 in Straelen geboren, arbeitete er sich aus den einfachen Verhältnissen einer kleinstädtischen Bäckerfamilie bis zum Reichspostminister hoch. Schon früh übernahm Giesberts Verantwortung, zuerst für die elterliche Familie, dann für die Arbeiterschaft, zu der er in Köln als Heizer gehörte. 1899 wurde er zum Redakteur der Westdeutschen Arbeiterzeitung berufen. In dieser Funktion und als christlicher Gewerkschafter vertrat er mit Nachdruck und Geschick die Interessen der Arbeiter, des Standes, mit dem er zeit seines Lebens Tuchfühlung hielt. Denn er blieb stets seinem Ziel treu, „die Arbeiterschaft aus dem Tiefstand des sozialen Lebens herauszuführen, sie gleichberechtigt in Staat und Gesellschaft hereinzustellen“. Da er ein begabter Redner war und als ehrliche Haut galt, berief ihn die Zentrumsleitung in den Vorstand und sah ihn für wichtige Ämter vor.

1905 gewann er fürs Zentrum in Essen das Reichtagsmandat, 1918 wurde er Stadtverordneter in Mönchengladbach. 1919 übernahm er im ersten Weimarer Kabinett das Amt des Reichspostministers und behielt es über drei Jahre inne. So befindet sich seine Unterschrift sowohl unter der Weimarer Verfassung als auch unter dem Versailler Friedensvertrag. Als Politiker hat er in Reichstag und Reichskabinett die Aufgabe „jeweils praktische Kompromisse zu finden, mit beweglichem Geist, praktischem Sinn und großer Energie zu lösen versucht“, so das Urteil der Historikerin Helga Grebing. Damit kann Giesberts noch heute als Vorbild für alle demokratischen Politiker gelten.

Als Postminister wurde Giesberts Dienstherr über 500.000 Mitarbeiter. Er leitete das größte deutsche Unternehmen mit viel Erfolg. So führte er die Postreklame ein und beteiligte die Post an der Fernkabel- Gesellschaft.

Zum ersten Mal sind Giesberts Leben und politisches Wirken exakt erforscht und in einer umfangreichen Studie dargestellt worden. ihr Vorzug erschließt sich dem Leser leicht in ihrer Verständlichkeit.

Nicolas Peter SCHREIBER: Vom Arbeiter zum Reichsminister: Johann Giesberts (1865- 1938). 40 Jahre Politik in der christlich- sozialen Arbeiterbewegung (Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend 108) 40 Abbildungen, 482 Seiten. Geldern 2011. Buchhandelspreis 18,--€. ISBN 978-3-921760-48-2. 

Der Autor

Nicolas Peter Schreiber studierte Kulturwirtschaft und Geschichte in Passau. Für dieses Werk hat er mehrere Jahre in Archiven und Bibliotheken zugebracht. So hat er nicht nur die Stadtarchive in Straelen, Essen und Mönchengladbach aufgesucht, um ihre einschlägigen Bestände zu studieren, sondern auch das Bundesarchiv in Berlin, das Archiv des Landes NRW in Düsseldorf und die Archive der politischen Parteien, um nur die wichtigsten zu nennen. Er hat seine Arbeit über Giesberts als Dissertation in Passau eingereicht und dafür die Doktorwürde erhalten.

Dank gebührt vor allem dem Autor für seine akribische Arbeit, der Firma B.o.s.s. Druck und Medien in Goch für ihre gewohnt gute Buchherstellung und den Sponsoren Sparkasse Krefeld, Sparkasse der Stadt Straelen, dem LVR und dem Förderkreis für Geschichte und Mundart „För Land en Lüj“.

(Bernhard Keuck)

 

Neue Veröffentlichung des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend

Georg Cornelissen: Jans(s)en vom Niederrhein

Die Erfolgsgeschichte eines Namens

 

In jedem steckt ein bisschen Jans(s)en

Wer selbst nicht Janssen (bzw. Janßen, Jansen, Janhsen oder Janshen) heißt, hat mit einiger Wahrscheinlichkeit doch Vorfahren, die diesen Namen getragen haben. Das gilt wohlgemerkt für Niederrheiner und Niederrheinerinnen, in anderen Gegenden Deutschlands spielt der Name meist nur eine untergeordnete Rolle, wenn er dort überhaupt bekannt ist. Am Niederrhein aber gehört Janssen zum Kernbestand der regionalen Namengeschichte. Janssen (mit all seinen Varianten) ist hier Teil des landschaftlichen Kulturerbes.

Wenn von Janssen die Rede ist, darf Jan nicht fehlen. Ohne die Einbeziehung dieses am Niederrhein äußerst beliebten Rufnamens ließe sich die Geschichte des Familiennamens Janssen nur lückenhaft erklären. Deshalb werden in diesem Buch der wärme Jan und der kalde Jan ebenso wenig übergangen wie Jan Düvel oder Jan Baserull.

  Interessant und spannend skizziert der Autor am Beispiel dieser Namen die Grundzüge der niederrheinischen Namensgeschichte. Dabei gehen die Erläuterungen weit über die Entstehung und Geschichte von Janssen hinaus und beinhalten, abzulesen an dem umfangreichen Register der einbezogenen Familiennamen, auch viele Hinweise auf andere für  den Niederrhein typische Namen.

  Herausgebracht wird das Buch vom Klevischen Verein für Kultur und Geschichte / Freunde der Schwanenburg in Kooperation mit dem Emmericher Geschichtsverein, dem historischen Verein für Geldern und Umgegend, der historischen Vereinigung Wesel, dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgesichte Bonn und dem BOSS-Verlag Kleve.

  Autor des Buches ist Dr. Georg Cornelissen, Sprachwissenschaftler im LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, der bereits verschiedene Werke zur niederrheinischen Sprach- und Namensgeschichte verfasst hat.

 

Entdeckungstour durch Geldern

Historischer Verein stellt kleines Geschichtsbuch für Kinder vor

 

 

„Geldern für Kinder und andere Neugierige“ heißt ein neues Büchlein, das der Historische Verein für Geldern und Umgegend auf den Markt gebracht hat. Es bietet eine Entdeckungstour durch Vergangenheit und Gegenwart der alten Stadt Geldern. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, kann viele spannende Geschichten aufspüren. Lupold und Wichard, zwei junge Ritter, begleiten uns dabei. Sie erzählen von ihrem Kampf mit einem schrecklichen Drachen, von Herzögen, Klöstern und Kanonenkugeln, vom gelderschen Wind, tödlicher Rache für eine Ohrfeige oder von den geheimnisvollen Kasematten.

  Eindrucksvolle farbige Zeichnungen von Bärbel Stangenberg führen uns auf eine abenteuerliche Reise in die Geschichte, aber auch in die Gegenwart. Den Text schrieb Gerd Halmanns.

  Das kleine Geschichtsbuch kann schon von Kindern gelesen werden, richtet sich aber auch an ältere „Neugierige“. Wer es liest, wird manche Sehenswürdigkeit der Stadt mit neuen Augen sehen.

  Möglichst viele junge und auch nicht mehr ganz so junge Menschen in und um Geldern sollen Freude an der bunten Entdeckungstour haben. Sie ist deshalb schon für nur 4 € zu haben – im Buchhandel, im Kreisarchiv, in der Gelderner Stadtverwaltung oder im Lise-Meitner-Gymnasium.

Gerd Halmanns (Text) und Bärbel Stangenberg (Illustration): Geldern für Kinder und andere Neugierige, Geldern 2010 [ISBN 978-3-921760-46-8 / 36 Seiten / 4,-- €]

Vorträge zum Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis 2010

  Historischer Verein für Geldern und Umgegend stellt neue Publikation vor

  Der Historische Verein für Geldern und Umgegend e.V. präsentiert mit dem diesjährigen Band zum Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis zur Erforschung von Geschichte und Kultur der Niederrheinlande die Siegerbeiträge aus dem Jahr 2010. Mit dem Preis zeichnet der Verein alle zwei Jahre junge, engagierte und fachlich hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die sich im Bereich der regionalen Kultur und Geschichte hervorgetan haben. 2010 wurden die Kunsthistorikerin Maria Cremer sowie der Historiker Manuel Hagemann für ihre Forschungen zur Amsterdamer Monstranz bzw. zu Machterwerb und Machtkonsolidierung Johanns von Kleve ausgezeichnet. Beide erhielten die Auszeichnung für ihre Magisterarbeit.

  Der Band zum Tekath-Preis 2010 enthält die schriftlichen Fassungen der Vorträge, die die beiden Preisträger während der Preisverleihung am 19. 3. 2010 in Geldern gehalten ha ben.

  Marina Cremer befasst sich in ihrem Aufsatz „Die ‚Amsterdamer Monstranz’ in der St. Nikolaikirche in Kalkar – Ein Goldschmiedewerk erzählt Geschichte“ mit der Geschichte der Amsterdamer Monstranz, die sich heute in der St. Nikolaikirche in Kalkar befindet. Das Schaugefäß zählt zu den wenigen niederländischen Kunstwerken, die den Bildersturm im 16. Jahrhundert überstanden haben. Die fast ein Meter große, silberne Sakramentsmonstranz mit mehr als 50 Figuren wurde 1549 im Auftrag der Kirchmeister, unter ihnen der Patrizier Cornelis Jacobsz. Bam, für die Oude Kerk in Amsterdam angefertigt. Nach Absetzung der katholischen Stadtregierung von Amsterdam (1578) flüchtete der Amsterdamer Bürgermeister Cornelis Jacobsz. Bam in das Herzogtum Kleve, wo er sich in Kalkar niederließ. Im selben Jahr kaufte er die Monstranz von einem niederländischen Geldwechsler, bewahrte sie so vor dem Einschmelzen und ließ sie nach Kalkar transportieren. 1613 wurde die „Amsterdamer Monstranz“ der St. Nikolaikirche in Kalkar vermacht. Viele Farbfotos vermitteln einen Eindruck von der Schönheit des Kunstwerks.

  Manuel Hagemann beschäftigt sich in seinem Beitrag „Kleve in der Krise. Eine niederrheinische Grafschaft im 14. Jahrhundert“ mit der schweren dynastischen Krise, in der die Grafschaft Kleve im 14. Jahrhundert steckte. Nach dem Tod des Grafen Dietrich VIII. 1305 regierten nacheinander seine Söhne Otto (1305-10), Dietrich IX. (1310-47) und Johann (1347-68). Keiner von ihnen hinterließ einen ehelichen Sohn, der das Erbe antreten konnte, und durch Schwierigkeiten beim Herrschaftsübergang verlor Kleve zusehends an politischem Gewicht. Nach dem Aussterben der Familie fiel die Grafschaft 1368 an Adolf von der Mark, ehemals Bischof von Münster und Erzbischof von Köln, der seine Brüder mit Gebietsteilen und Geldeinkünften abfinden musste; Kleve befand sich auf dem Tiefpunkt seiner Machtposition. Erst in den 1390er Jahren, so Hagemann, erlebte das Territorium durch dynastische Zufälle und politisches Geschick einen neuen Aufschwung.

  Der von Beate Sturm und Gerd Halmanns herausgegebene Band kann zum Preis von 4 Euro im Buchhandel sowie im Kreisarchiv Kleve, Boeckelter Weg 2 in Geldern erworben werden. (ISBN 978-3-921760-47-5)

 

Hohe Auszeichnung für Gerd Koppers

Gerd Koppers (Geldern-Veert) wird mit dem Ehrenteller des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend ausgezeichnet. Der geldrische Geschichtsverein ehrt damit seinen Geschäftsführer, der fast drei Jahrzehnte lang Vorstandsarbeit geleistet hat und immer noch aktiv ist. Vor allem die finanzielle Betreuung von Buchpublikationen, Ausstellungsprojekten oder des Hauses Lawaczeck gehören zu seinen Aufgaben. Auch die Errichtung der Hans und Emilie Stratmans – Stiftung ist eng mit seinem Namen verknüpft.

Zu den weiteren Verdiensten des vielfältig ehrenamtlich engagierten Gerd Koppers gehören seine Mitarbeit im Gelderner Martins-Komitee, in der Stiftung „För Land en Lüj" sowie im Vorstand des Vereins Eintracht.

Die feierliche Übergabe des selten verliehenen Ehrentellers ist für die Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins in Koppers’ Geburtsstadt Goch am 21. November 2010 vorgesehen.

 

Der Archäologische Arbeitskreis macht einen großen Schritt in die Zukunft

Die Mitglieder des Archäologischen Arbeitskreises im Historischen Verein für Geldern und Umgegend e.V. (AAK) freuen sich über einen großen Schritt in die Zukunft. Seit langer Zeit bemühten sich die Arbeitskreismitglieder die großen Datenmengen, den Archivbestand

( Fundstücke, Ausstellungsexponate, Bilder, Buch- und Kartenmaterialien), die Arbeitsdokumentationen, den Datenaustausch, die Projekterkenntnisse sowie die Internetrecherchen rationell und möglichst verzögerungsfrei zu verwalten. Hierzu wurden dringend ein leistungsstarkes Notebook mit der notwendigen Software sowie spezielle Software zur Texterkennung, ein Drucker und diverse Speichermedien benötigt.

Nachdem die Bedürfnisse geklärt waren wurde ein Geldgeber gesucht. Der Historische Verein gab einen Startbetrag, die Sparkasse Krefeld unterstützte das notwendige Beschaffungsvorhaben finanziell sehr großzügig. Die Gelderner Firma ATTW lieferte nicht nur das Notebook, den Drucker und diverse Zubehörteile. Sie installierte auch die notwendige Software und finanzierte den Restbetrag. Damit hat der Archäologische Arbeitskreis die lange benötigte Ausstattung zum effektiven und zukunftsorientierten Arbeiten bekommen.

Die AAK-Mitglieder möchten sich für die großzügige Unterstützung bei den Vertretern der Sparkasse Krefeld den Herren Buddenbrock und Janssen sowie bei Herrn Tim Wieggers von der Firma ATTW aus Geldern bedanken.

 

Gerd Halmanns, Vorsitzender des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend e.V. und Klaus Oerschkes der Ansprechpartner für den Archäologischen Arbeitskreis (AAK) freuen sich über die beschafften Einzelteile.

 

„Unsere Besten“ im Fach Geschichte

Gelderland. Zehn Abiturienten mit herausragenden Leistungen im Fach Geschichte wurden mit einem Preis des „Historischen Vereins für Geldern und Umgegend“ ausgezeichnet.

Im Rahmen der schulischen Abschlussfeiern erhielten sie je ein Buchpräsent von der geldrischen Geschichtsvereinigung.

Preisträger 2010 sind:

Adrian Maser und Jasmin Pouwels (Lise-Meitner-Gymnasium Geldern); Theresa Schmitz und Steffen Giesen (Friedrich-Spee-Gaymnasium Geldern); Stefan Wans und Cem Gülten (Berufskolleg des Kreises Kleve in Geldern); Markus Engbroks und Maria Dziobek (Liebfrauenschule / Berufskolleg); Nicole Pasch und Alexander Rosengarten (Gymnasium Straelen).  Herzlichen Glückwunsch!

 

Tekath-Förderpreis 2010 doppelt vergeben 

Zwei junge Wissenschaftler aus der Region erhalten am Freitag, dem 19. März 2010,  den „Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis zur Erforschung von Geschichte und Kultur der  Niederrheinlande“: Für ihre Magisterarbeit „Die Amsterdamer Monstranz in der St.  Nicolaikirche in Kalkar“ wird die Kunsthistorikerin Marina Cremer aus Sonsbeck-Hamb ausgezeichnet. Als weiteren gleichberechtigten Preisträger ehrt der Historische Verein für Geldern und Umgegend den Historiker Manuel Hagemann aus Kranenburg für seine Studie „Johann von Kleve. Der Erwerb der Grafschaft Kleve 1347“. 
Die feierliche Preisübergabe mit den Festvorträgen der beiden Nachwuchswissenschaftler 
beginnt um 18 Uhr im BürgerForum der Stadt Geldern (Issumer Tor). Gäste sind herzlich 
willkommen! Der Historische Verein bittet jedoch um vorherige Anmeldung in seiner 
Geschäftsstelle im Kreisarchiv (02831-391 814). 
Namensträger des Preises, der 2010 zum dritten Mal vergeben wird, ist der 2004 verstorbene langjährige Archivar des Kreises Kleve Karl-Heinz Tekath. 

Ein Goldschmiedewerk erzählt Geschichte

 

 

 

 

 

 

Dass für die diesjährige Preisverleihung des Tekath-Preises nicht nur historische Beiträge eingereicht wurden, hat die fünfköpfige Jury mit Freude zur Kenntnis genommen. Es entspricht der Absicht, nicht nur historische Untersuchungen, sondern auch archäologische, kunsthistorische, sprachwissen- schaftliche oder geographische Arbeiten zu fördern. 
Im Mittelpunkt der von Marina Cremer an der Universität Köln vorgelegten Magisterarbeit 
steht ein Kunstobjekt, das um 1575 auf abenteuerlichem Wege von Amsterdam an den 
Niederrhein gelangt ist. Die Autorin hat nicht nur eine umfassende kunsthistorische Deutung der Monstranz vorgelegt, sondern auch die Geschichte einer Amsterdamer Patrizierfamilie erzählt, die in den Wirren der Reformationszeit am Niederrhein Zuflucht fand. Gerade dieser grenzüberschreitende Aspekt der Arbeit von Marina Cremer entspricht den Intentionen des Preises in besonderem Maße. 


Kleve in der Krise 



Manuel Hagemann hat in seiner an der Universität Bonn vorgelegten Magisterarbeit Person 
und Politik des 1368 verstorbenen klevischen Grafen Johann erstmals umfassend behandelt. 
Methodisch überzeugend, so betont die Jury, geht er den territorial-, verfassungs-und 
verwaltungsgeschichtlich bedeutsamen Aspekten der Herrschaft des Grafen nach und widmet 
sich ausführlich der Rolle der 16 klevischen Städte, des zunehmend an der Verwaltungsorganisation beteiligten Adels und einer allgemeinen Professionalisierung des Regierungssystems. Gerade in dieser Hinsicht sind von der zur Zeit entstehenden Dissertation Hagemanns wichtige neue Erkenntnisse zu erwarten. 

Der Historische Verein hat als regionale Geschichtsvereinigung ein großes Interesse daran, 
dass die Erforschung der niederrheinländischen Kultur ständig neue Impulse erhält. Von 
beiden Preisträgern, davon ist die Jury überzeugt, werde man in Zukunft noch viel hören und 
lesen. Der mit insgesamt 2500 € dotierte „Förder“-Preis soll dabei nicht nur finanziell helfen. 

Buchvorstellung: Gerard VENNER: Romantik an Maas und Rhein

Das Buch

Pünktlich zur Jahreshauptversammlung des „Historischen Vereins für Geldern und Umgegend" stellt der Historische Verein seine neue Publikation vor, die an die Mitglieder als Jahresgabe ausgegeben wird und auch im Buchhandel erhältlich ist.

Nicht nur vom Gewicht und seinem repräsentativen Format her stellt der Band etwas Besonderes dar, sondern auch wegen seines Inhaltes. Vorgestellt wird ein weitgehend unbekannter Zeichner, der in der bildarmen Zeit vor der Fotografie vor 180 Jahren im Gelderland und an Maas und Rhein gezeichnet hat.

Gerard VENNER: Romantik an Maas und Rhein.

Zeichnungen von Alexander Frans VAN AEFFERDEN (Venlo 1767 – Roermond 1840)

und dessen Sohn Joseph VAN AEFFERDEN (Roermond 1815 – Lüttich 1837). De Maas en Rijnregio’s gedurende de Romatiek. Tekeningen van Alexander Frans Van AEFFERDEN (Venlo 1767 – Roermond 1840) en van zijn zoon Joseph van AEFFERDEN (Roermond 1815 – Luik 1837)

Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend unter Mitarbeit des Regionaal Historisch Centrum Limburg in Maastricht 107.

Publicaties van de Historische Verein für Geldern en Umgegend 107. Met medewerking van het Regionaal Historisch Centrum Limburg te Maastricht. Geldern 2009, 237 S., 162 Abb., die meisten farbig. Preis im Buchhandel 29,80 €.

Alexander Frans van Aefferden wurde 1767 in Venlo geboren, lebte in Roermond und zeichnete bis zu seinem Tode 1840. Dass seine Bilder unbekannt blieben, liegt paradoxerweise daran, dass er vermögend war und nicht vom Verkauf seiner Bilder leben musste. Er überließ sie meist den Besitzern der dargestellten Objekte, den Hausherren der Schlösser und Burgen an Niers, Maas und Rhein. So kamen sie nie in den Handel und die Kunstwelt erfuhr vom Talent „van Aefferden" nichts. Zu den dargestellten Motiven gehören Haus Golten, Haus Caen mit der Wasser- und der Walkmühle, Haus Coull, Haus Beerenbroeck, Brauershof, Kleinderhorsthof und eine panoramaartige Ansicht der Stadt Geldern, aus der ein Ausschnitt den Einband schmückt.

Da die Epoche, in der van Aefferden lebte, ein Faible für die Romantik der Natur hatte, sind viele Park-, Fluss- und Landschaftsansichten zu finden. Die Technik der Bilder ist aquarellierte oder lavierte Federzeichnung und Bleistiftzeichnung.

Außerhalb des Gelderlandes hat van Aefferden viele Motive in und um Roermond und an der Maas gefunden wie z. B. die Ruine zu Montfort oder die Kasteele Nieuwenbroeck in Beesel und Hillenraedt in Swalmen. Einer Zeitmode entsprechend hat er zudem Rhein und Neckar bereist und schöne Ansichten z.B. von Heidelberg, Weissenthurm oder vom Rheinfall bei Schaffhausen geschaffen. Aufgenommen in den Band wurde ebenfalls das Reisebuch Joseph van Aefferdens, des Sohnes von Alexander Frans van Aefferden. Er machte mit zwei Freunden 1835 eine Reise an Maas, Mosel und Rhein, führte Tagebuch und fügte seinem Journal 17 Zeichnungen bei, die im Buch zu finden sind.

Der Autor

Gerard Venner ist Archivar des Regionaal Historisch Centrum Limburg in Maastricht. Er ist als Verfasser vieler landesgeschichtlicher Publikationen in Erscheinung getreten und einer der besten Kenner der geldrischen und maasländischen Geschichte. Er hat durch intensive Forschungen in den Archiven, Bibliotheken und Museen dieses Raumes und durch seine umfassende Kenntnis der Adelshäuser das weit versprengte Oeuvre van Aefferdens erfasst und in dem Buch wissenschaftlich beschrieben. Da das Thema grenzenüberschreitend ist, ist der Band zweisprachig deutsch und niederländisch. Mit seinen vielen farbigen Abbildungen und seinem Großformat ist der Band sehr gut geeignet als Geschnek.

Dank

Heinz Bosch ist das Buch gewidmet als Ehrung für sein Lebenswerk, aber auch, weil er mit großem Engagement Burggraf Albert van Aefferden in Irland bewegen konnte, die Sammlung der Familie an den Niederrhein zu geben. Da sich ein 70 Blatt umfassendes Skizzenbuch darunter befindet, wäre das Buch ohne die Sammlung unvollständig geblieben.

Zu danken ist auch dem Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte e.V. in Kevelaer und seinem Leiter Dr. Burkhard Schwering für die großzügige Kooperation bei der Ausleihe von Exponaten der im Museum Kevelaer befindlichen van Aefferden-Sammlung. Gerd Koppers betreute den Druck bei der Firma B.O.S.S. und war Transmissionsriemen zwischen Autor, Leihgebern und der Druckerei.

Zu danken ist schließlich dem Förderkreis „För Land en Lüj"e.V., da er einen namhaften Zuschuss beisteuerte.

 

Hohe Auszeichnung für Prof. Helmut Tervooren

  Preisgekröntes Werk erschien 2005 beim Historischen Verein für Geldern und Umgegend

  Gent/Geldern. Alle fünf Jahre vergibt die belgische Königliche Akademie für niederländische Sprache und Literatur einen Preis für die Erforschung älterer niederländischer Sprache, Literatur und Kultur. Die Auszeichnung für den Zeitraum 2004 bis 2008 geht an Professor Helmut Tervooren (Universität Duisburg-Essen). Der im niederrheinischen Issum aufgewachsene Sprach- und Literaturwissenschaftler wird geehrt für sein Buch „Van der Masen tot den Rijn. Ein Handbuch zur Geschichte der mittelalterlichen volkssprachlichen Literatur im Raum von Rhein und Maas“. Es ist 2005 in der Reihe der „Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend“ erschienen. Die feierliche Preisverleihung erfolgt am 21. Oktober 2009 in Gent bei der „Koninklijke Academie voor Nederlandse Taal- en Letterkunde“.

Die Jury bezeichnet Tervoorens Werk in ihrer Begründung als eine „Pionierarbeit“: Er habe zum ersten Mal die große literaturgeschichtliche Bedeutung eines heute über drei Staaten aufgeteilten Gebietes sichtbar und nachvollziehbar gemacht. Sein Buch sei aus der Überzeugung erwachsen, dass die mittelalterliche Literatur zwischen Rhein und Maas als eine zusammenhängende regionale Erscheinung aufgefasst und untersucht werden müsse. Grenzüberschreitend habe er dabei die Forschungsergebnisse von Germanistik und Niederlandistik füreinander nutzbar gemacht.

Das vollständige Juryvotum ist abrufbar unter: http://www.kantl.be/doc/jury2009.pdf

 

Helmut TERVOOREN unter Mitarbeit von Carola KIRSCHNER und Johannes SPICKER: Van der Masen tot op den Rijn. Ein Handbuch der mittelalterlichen volkssprachlichen Literatur im Raum von Rhein und Maas (=Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend 105), Geldern 2005 [ISBN 3-021760-41-0].

 

Barbara Hendricks auf Wahlkampftour im Haus Lawaczeck

Buchvorstellung: Weeze und der Raum an Niers und Kendel im Mittelalter

Der inzwischen verstorbene ehemalige Kreisarchivar Karl-Heinz Tekath hatte der Gemeinde vor Jahren geraten, ein wissenschaftliches Kolloquium zu veranstalten, an dem der Historische Verein für Geldern und Umgegend sowie die grenzüberschreitend tätige Niederrhein Akademie mitwirken sollten. Das geschah im November 2005. An der Tagung mit dem Titel "Weeze und der Raum an Niers und Kendel" nahmen damals Professoren mehrerer Universitäten, Wissenschaftler von Ämtern und Behörden, Archivare aus der Region sowie als lokale Kapazität Bernd Kibilka, Rektor der St. Hubertus Grundschule, teil.

Die Referatsbeiträge, die in Band 3 der Schriftenreihe "Weezer Archiv" zusammengefasst sind, können Interessierte ab sofort für zehn Euro im Kreisarchiv in Geldern erwerben. Das Buch ist fest gebunden, bebildert und in einer Auflage von 600 Exemplaren herausgekommen. 

Bilder von der Buchvorstellung:

Fotos: Khalid Rashid

 

Buchvorstellung: "Vorträge zum Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis 2008"

 

Mit dem Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis, der an den 2004 verstorbenen Bibliothekar des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend erinnert, werden alle zwei Jahre junge, engagierte, fachlich hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die sich im Bereich der regionalen Geschichte hervorgetan haben. Dazu gehören die Geschichte des unteren Niederrheins, die Geschichte der deutsch-niederländischen Beziehungen in der Region, insbesondere im Hinblick auf die Geschichte und Kultur des Gelderlandes seit den Zeiten von Grafschaft und Herzogtum Geldern bis heute und die Geschichte des ehemaligen Kreises Geldern seit 1815. Die Arbeit des Preisträgers oder der Preisträgerin soll im Sinne Karl-Heinz Tekaths die Wurzeln der regionalen Kultur und ihre Bedeutung für die Gegenwart erhellen.

Im Jahr 2008 wurde Tim Terhorst aus Emmerich für seine an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster erstellte Magisterarbeit „Leben zwischen zwei Grenzen. Elten unter niederländischer Auftragsverwaltung 1949-1963“ ausgezeichnet. Die Arbeit behandelt in anschaulicher und kritischer Weise ein Thema der Zeitgeschichte und beschränkt sich dabei nicht nur auf die Lokalgeschichte Eltens. Vielmehr bettet Terhorst die Fragestellung in einen größeren Zusammenhang ein und nimmt dabei auch das Problem der nationalen Identität in den Blick.

Der von Tim Terhorst aus Anlass der Preisverleihung gehaltenen Vortrag und die von Guillaume van Gemert gehaltenen Laudatio, die den Umgang mit der eigenen Vergangenheit auf niederländischer und deutscher Seite beleuchtet, sind auf so großes Interesse und Begeisterung nicht nur des anwesenden Publikums gestoßen. Spontan fanden sich auch Sponsoren für eine Veröffentlichung schon am Tag der Veranstaltung. Mit der Veröffentlichung der Vorträge zum Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis 2008 will der Historische Verein eine Reihe begründen, in der auch die Vorträge der zukünftigen Preisträgerinnen und Preisträger dauerhaft präsent bleiben, da es sich nicht nur um wissenschaftlich relevante, sondern auch um gut lesbare Darstellung handelt. Darüber hinaus soll diese Reihe den Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis einem breiteren Publikum bekannt machen und so dazu beitragen, dass sich der Preis weiter etabliert.

Diese Publikation wird als zweite Jahresgabe an die Mitglieder des Historischen Vereins gegeben. Sie erscheint gleichzeitig als Beitrag für den Emmericher Geschichtsverein. Ab Montag, 24.11.2008 ist die Veröffentlichung für 2,50 € über den Historischen Verein oder den Buchhandel erhältlich.

Das Buch wird der Presse vorgestellt. (Bild: Büschkes)

Emilie und Hans Stratmans-Stiftung beim Historischen Verein

Gelderland. In enger Verbindung mit dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend haben Emilie und Hans Stratmans eine umfangreiche und großzügige Stiftung ins Leben gerufen, die ihr Lebenswerk auch für spätere Generationen sichern soll.

(Foto:Herbert van Stephoudt)

Hauptziel der gemeinnützigen Stiftung ist, eine „Forschungs- und Begegnungsstätte" für geldrische Geschichte zu errichten. Zu den weiteren Stiftungszwecken gehören die Förderung historischer Forschung, Denkmalschutz und die Pflege des regionalen Heimatgedankens.

Gedacht ist an die Durchführung von Tagungen, Seminaren, Ausstellungen und grenzüberscheitenden Projekten zur geldrischen Geschichte. Umfangreiche Bestände an Literatur, historischen Dokumenten, Münzen, Waffen, Porzellan etc. sind in die Stiftung eingebracht und werden unter Federführung des Historischen Vereins registriert und ausgewertet. Neben den historischen Sammlungen ist die Stiftung mit einem beträchtlichen Anfangsvermögen ausgestattet, das nach dem Willen von Emilie und Hans Stratmans vom Historischen Verein treuhänderisch verwaltet wird. Darüber hinaus haben die Stifter verfügt, dass nach deren Ableben der gesamte private Grundbesitz der Stiftung zufällt.

In das geschäftsführende Kuratorium der neuen Stiftung wurden von den Stiftern Heinz Bosch, Gerd Koppers und Gerd Halmanns berufen.

Der Stiftungsrat besteht aus dem Gelderner Bürgermeister Ulrich Janssen, dem Archivar des Kreises Kleve Dr. Andreas Berger sowie den Herren Heinz-Dieter Bonnekamp, Dr. Bernd Stibi, Raimund Joachimsthaler, Heinz-Josef Freitag.

Sitz der Stiftung ist zurzeit noch die Geschäftsstelle des Historischen Vereins (Boeckelter Weg 2, Geldern).

 

Zusammenarbeit zwischen Kreis und Historischen Verein für Geldern und Umgegend erhält Vertragsgrundlage

Kreis Kleve - Das Kreisarchiv des Kreises Kleve arbeitet seit 1975 eng mit dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend zusammen. Schon bei der Gründung 

des Archivs im Jahre 1969 (damals noch Kreisarchiv Geldern) bildeten die kunst- und kulturhistorisch wertvollen Sammlungen des Historischen Vereins tatsächlich einen wichtigen Grundstock für das Archiv.

Die Zusammenarbeit des Kreisarchivs mit dem Verein war und ist auf vielen Gebieten 

sehr eng, da sich die Betätigungsgebiete und Ziele an vielen Stellen überschneiden:

-         Die Bibliothek des Kreisarchivs und des Vereins bilden eine Einheit. Bei der Anschaffung von Büchern werden Absprachen getroffen, sodass sich die Sammlungsschwerpunkte ergänzen. Die Bibliotheksbestände sind in einem Katalog verzeichnet. Nur so war es möglich, eine der vollständigsten Bibliotheken zur 

Geschichte des Niederrheins mit wertvollen Altbeständen und aktueller Literatur weiter auszubauen.

-         Die Sammlungen des Vereins ergänzen die des Kreises und umgekehrt. Beide zusammen bedeuten wiederum eine wichtige Ergänzung zur amtlichen 

Aktenüberlieferung. So ist es möglich auch die Sammlungen des Vereins durch Fachpersonal betreuen zu lassen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

-         Seit der Gründung des Archivs, ist dieses auch immer Anlaufstelle für Mitglieder 

des Vereins und Interessierte.

Für Landrat Wolfgang Spreen sind dies alles wichtige und gute Gründe, diese enge Zusammenarbeit schriftlich zu dokumentieren. Spreen: „Es war an der Zeit , durch 

eine schriftliche Vereinbarung die fast 40-jährige Zusammenarbeit auf ein gesundes Fundament zu stellen und Rechtssicherheit für beide Seiten zu schaffen. So ist z.B.  

die Klärung der Eigentumsverhältnisse an Sammlungen wichtig für eine Bilanzierung 

im Rahmen des Neuen Kommunalen Finazmanagements (NKF). Gleichzeitig setzen 

wir die Kooperation fort, die in den letzten Jahrzehnten für beide Seiten und die Bürger, 

die sowohl die Bibliothek wie auch die Archivbestände genutzt haben, große Vorteile gebracht hat“, erläutert der Landrat.

Kernpunkte der Vereinbarung sind:

-         Die Bibliothek des Kreisarchivs und des Vereins (über 25000 Bände) werden zusammen durch Fachpersonal des Kreises geführt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Verein und der Kreis ergänzen diese weiterhin in enger Kooperation.

-         Die archivischen Sammlungen des Vereins werden in den Magazinen des 

Archivs fachgerecht gelagert und der Öffentlichkeit für die Nutzung zugänglich 

gemacht. Zurzeit arbeitet ein Arbeitskreis des Vereins unter Leitung des Kreisarchivars 

an der Erschließung dieser Sammlungen, um Findmittel für eine einfachere Benutzung 

zur Verfügung zu stellen.

Der Verein betreibt weiterhin seine Geschäftsstelle im Lesesaal des Kreisarchivs 

während der Archivöffnungszeiten.

 

 

 

Historischer Verein begrüßt 1500. Mitglied

Gelderland. Elisabeth Tholen aus Kempen ist dem Historischen Verein für Geldern und Umgegend als 1500. Mitglied beigetreten. Im Haus Lawaczeck, Museum und Begegnungsstätte des geldrischen Geschichtsvereins, empfing sie am Sonntag, dem 2. September 2007, die Glückwünsche des Vorsitzenden, Blumen, das Hörspiel „Von Herzögen, Wundern und Soldaten" und ein Buchgeschenk.

Der Verein, der seit 1851 zur Kulturszene des Niederrheins gehört, hat mit der überschrittenen Schwelle von 1500 Mitgliedern nun ein neues Rekordergebnis erreicht. Da Hunderte von Familienmitgliedschaften jeweils nur einfach berechnet werden, liegt die tatsächliche Zahl der organisierten Geschichtsfreunde allerdings weit über 2000.

Geschichte an Quellen erforschen

„Arbeitskreis Archiv“ im Historischen Verein

  Der Historische Verein für Geldern und Umgegend besitzt eine Vielzahl an unterschiedlichsten Archivalien, von mittelalterlichen Urkunden und Siegeln über zeitgeschichtliche Sammlungen und Fotos bis zu Nachlässen, die im Kreisarchiv lagern. Nur geringe Teile dieser Schätze sind erschlossen und nutzbar. Große Teile sind ungeordnet und bergen sicherlich noch einige Überraschungen in sich. Es ist eine interessante und anspruchsvolle historische Grundlagenarbeit, diese Bestände so zu ordnen und zu erschließen, dass sie nutzbar werden. Das Endprodukt dieser Arbeit sollen Findmittel (Buch und Datenbank), ein Gesamtinventar der Archivalien des Historischen Vereins, das dann publiziert wird, und evtl. eine Ausstellung der Ergebnisse sein.

Da diese Arbeit nicht von einer Person geleistet werden kann, soll eine entsprechende Arbeitsgruppe gebildet werden. In diesem Rahmen sollen gemeinsam die entsprechenden archivischen (Prinzipien der Ordnung, Verzeichnung und Bestandserhaltung) und hilfswissenschaftlichen (z.B. Lesen alter Schriften) Grundlagen erlernt oder vertieft werden, wobei gleichzeitig die Bestände bearbeitet werden.

Der Verein hat sich vor mehr als 150 Jahren gegründet, um die Geschichte an ihren Quellen zu erforschen. Es gilt heute dort anzuknüpfen, um die Erforschung der Quellen, die Eigentum des Vereins sind, möglich zu machen. Gesucht werden historisch Interessierte, die Spaß daran haben, ihr Wissen zu erweitern und das Arbeiten im Archiv kennen zu lernen. Auch junge Menschen (Schüler/innen und Studierende) sind herzlich willkommen!

Interessierte können sich an Andreas Berger (andreas.berger@kreis-kleve, 0 28 31/ 391-811) wenden